Das zweite Novemberwochenende sollte einigen Trainern C/B/A helfen Ihren Horizont zu erweitern, was den Rennpass angeht. Jens Füchtenschnieder ist dies voll auf gelungen. Wem auch sonst?!
Zu Beginn der Fortbildung sind wir über 10 Fragen rund ums Thema Rennpass eingestiegen, die wir schriftlich beantworten sollten. Diese 10 Fragen dienten dazu unseren Wissensstand abzufragen. Was wissen wir gut, und wo sind wir unsicher. So mancher dachte vielleicht, gar nicht so schwer, die Fragen. “Fuss- und Phasenfolge im Rennpass” oder “welche Passprüfungen gibt es?” Bei der Frage, “wie oft sollte man Rennpass reiten” wurde es dann doch etwas schwieriger und spätestens bei der Besprechung aller 10 Fragen wurde jedem klar das es einiges mehr über Rennpass zu erfahren gibt als man sich vorgestellt hatte und das unser Wissensstand doch recht dürftig ist, was diese Diziplin angeht.
Am Ende des Kurses hätte jeder von uns die Anfangsfragen sicherlich
zum Teil anders oder viel ausführlicher zu beantworten gewußt als zu
Beginn. Anhand von umfangreichem Videomaterial konnten wir sehen, was
guter Rennpass ist und was eigentlich gar kein Rennpass ist und dass
die unterschiedlichsten Reitstile vorherrschen. Was ein guter Start aus
der Startbox ist und was nicht so gut ist. Dass es Pferde gibt, die
immer die Nase vorn haben im Rennen etc..
Praxisnah haben wir unterschiedliche Pferde auf dem Laufband in Bezug auf Stellung und Beschlag gesehen. Zusammen haben wir uns Gedanken gemacht, wo ist die Schwachstelle und wie sollte so ein Pferd beschlagen werden.
In der Reithalle hat uns Jens eine andere Übung vorgestellt, diesmal in Anlehnung an das Gaitner-System und Signalreiten. Björn und Keimur haben eindrucksvoll bewiesen was es heißt reaktionsschnell zu sein und ebenso schnell wieder ruhig zu werden. Und wir haben eine Idee bekommen Reiter und Pferd zu trainieren. Das Signalreiten viel zu selten angewandt wird, wenn man einmal den Nutzen dieser Reitweise betrachtet, war danach jedem klar. Dazu sind ja schließlich Fortbildungen da.
Im Freilauf Pferde zu beurteilen aufgrund des Gesehenen war ebenso gefragt wie weitere Trainingsmöglichkeiten, sei es Freispringen oder Sulky fahren.
Wir Trainer waren gefordert Pferde auszuprobieren, wie sie zu uns auf die Kurse oder zur Ausbildung kommen könnten und welche Möglichkeiten wir sehen, sie weiter zu trainieren oder zu unterrichten. Was ist die Basisarbeit für einen Rennpasser, wie galoppiert man dem Pferd entsprechend an oder auch generelles Angaloppieren, was ist von Nutzen beim Training eines Rennpassers? Nur einige wenige Fragen von den vielen, die uns Jens gestellt hat. Fragen, die einem eindeutig zeigen, dass zum Rennpassreiten wirklich einiges mehr gehört als das eigentliche Passreiten. Fragen, die uns ganz schön zum Nachdenken gebracht haben.
Vielen Dank Jens für deinen super Einsatz bei dieser Fortbildung, die sehr gut organisiert war, bei der Praxis und Theorie ausgewogen waren, und die uns soviel gebracht hat für unseren weiteren Werdegang im Unterrichten oder Reiten.
Susanne Wollmann

